Solarenergie ist die umweltfreundliche Technologie der Zukunft. Die Forschung geht mehr und mehr in Richtung
erneuerbare Energien, da die bisher genutzten Energieressourcen der Erde irgendwann zu Ende gehen werden. Sonnenlicht
ist immer vorhanden, auch an trüben Tagen und so lohnt sich auch in unseren Breiten eine Solarstromanlage.
Seit der Bau dieser Anlagen vom Bund und den Ländern mit Fördergeldern unterstützt wird, entscheiden sich
immer mehr Verbraucher für den Einbau einer Solarstromanlage. Viele jedoch mögen die üblichen Paneelen
nicht auf ihrem Dach haben. Man sieht die herkömmlichen Module auf dem Dach sehr deutlich und sie beeinflussen
somit natürlich die Ausstrahlung des Hauses. Ob dies als positiv oder negativ empfunden wird, ist Geschmackssache.
Für alle, die sich für die herkömmliche Optik nicht begeistern können, gibt es jetzt eine Dachintegration
von Solaranlagen. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten der Integration: Man kann Kollektoren und Module aufgeständert
über der Dachhaut befestigen. Es besteht weiterhin die Option, die Kollektoren und Module in die Dachhaut zu integrieren.
Manche Firmen bieten auch Module an, die in einen Rahmen eingepasst sind und sich so optisch perfekt in das Gesamtbild des
Daches integrieren. Die allerneueste Technik sind so genannte Solarziegel. Sie werden mit einem Bügel aufgesetzt und
man kann mit ihnen die gesamte Dachfläche abdecken, was die Stromausbeute im Vergleich zu anderen Anlagen erhöht.
Teilweise kann diese Art der Dachintegration das normale Dach ersetzen und somit zur Kostensenkung beim Hausbau beitragen.
Diese neuartige Dachintegration sieht fast aus wie ein normaler Ziegel und beeinflusst die Optik des Hauses in kleinster
Weise. Man hat nun also die Möglichkeit, selbst ein altes Haus, zu dem herkömmliche Solarpaneelen überhaupt
nicht passen würden, mit dieser Form der "unsichtbaren" Solaranlage zu versehen. Beim Neubau beraten sich
am besten der Architekt und der Solaranlagenbauer wie die Dachintegration vorzunehmen ist. Wenn Sie die Solarenergie nicht
selbst nutzen möchten oder eine solche Kapazität haben, dass sie den erzeugten Strom gar nicht selbst verbrauchen
können, besteht die Möglichkeit, Ihren Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen zu lassen. Meist wird eine
feste Abnahme des Stroms über 20 Jahre gewährt. Also in jedem Fall eine Investition, die zu überlegen wäre.
Positiv zu erwähnen ist ferner, dass eine Solarstromanlage praktisch wartungsfrei arbeitet und eine Lebensdauer von 20 bis
30 Jahren hat. Heizungs- und Warmwasserkosten machen in den privaten Haushalten den Löwenanteil der Energiekosten aus.
Sie betragen rund 60 Prozent. Bei den ständigen wachsenden Kosten für Öl und Gas ist es dringend notwendig,
sich von diesen Energien unabhängiger zu machen. Nicht nur weil es erschöpfliche Ressourcen sind, sondern weil sie
auch immer an politische und wirtschaftliche Bedingungen geknüpft sind. Mit der neuen Solartechnik können Sie
ungefähr 50 - 60 % der Trinkwassererwärmung sicherstellen. Wenn ihr Haus schon etwas älter ist, sollten Sie
den Einbau einer Solaranlage auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Häuser, die bis zu den 70er Jahren gebaut wurden,
verbrauchen viel zu viel Energie. In diesen Zeiten wurde auf gute Wärmedämmung und Isolierung noch kein so
großer Wert gelegt. Erst die Energiekrise in den 70er Jahren forderte nachhaltig zum Umdenken auf.
Am besten rüsten Sie so schnell wie möglich um. Durch die Einsparung von Stromkosten und die Fördermöglichkeiten sparen Sie
eine Menge Geld. Die Solarbranche boomt. Vor wenigen Jahren noch hatte die Anbieter nur einzelne umweltbewusste Verbraucher
als Kunden. Heute müssen Kunden auf den Einbau ihrer Anlage schon bis zu sechs Monaten warten, weil die Branche sich auf
den rasanten Zuwachs erst einstellen muss. Der Bundesverband der Solarwirtschaft geht davon aus, daß bis zum Jahr 2030
der gesamte Strombedarf mit Solarenergie gedeckt werden könnte. Man kann sich eine solche Entwicklung nur wünschen.
Der Gewinn für die Umwelt wäre enorm. Erneuerbare Energien werden im Strombereich Millionen von Tonnen CO2
einsparen können.