Wenn Sie in Erwägung ziehen sich eine Solaranlage zur Stromerzeugung anzuschaffen, gibt es einige Möglichkeiten
der Förderung für dieses Projekt. Doch zunächst die gute Nachricht zuerst: Das Erneuerbare Energien Gesetz in
seiner zweiten Änderung legt fest, dass die Mindestvergütung für Strom aus solare Strahlungsenergie mit mindestens
45,7 Cent pro Kilowatt vergütet werden muss. Was hat das mit Förderung zu tun, fragen Sie sich jetzt bestimmt. Sehr viel!
Denn der Strom, den Sie nicht selbst benötigen wird in das System gespeist und muss vom jeweiligen Anbieter ihrer Region
angenommen werden. Und die führt maßgeblich zur Amortisierung Ihrer Anlage bei. Diesen Vorgang nennt man auch indirekte
Förderung.
Doch zurück zur direkten Förderung von Solaranlagen. Es gibt selbstverständlich Förderprogramme
von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden. Selbst Finanzämter und Energieversorger haben Förderprogramme.
Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kann man Sonderkredite für Solaranlagen beantragen, die einen besonders
niedrigen Zinssatz haben. War es früher so, dass die Anträge für solche Fördergelder in fast allen Fällen
vor dem Bau der Anlage gestellt bzw. beantragt werden mussten, gilt ab Januar 2007 eine vereinfachte Antragstellung. Die
Antragstellung erfolgt erst nach Fertigstellung der Anlage, wenn alle Kosten genau beziffert sind.
In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass Sie hierbei die Bearbeitungszeit einberechnen müssen. Denn nur vollständig bearbeitete
Anträge und deren Bestätigung, weisen die Notwendigkeit der Förderung überhaupt erst nach. Aufgrund der
Systemumstellung können Anträge für 2007 erst ab dem 15. März des Jahres gestellt werden. Die Fördergelder
werden dann nach vollständiger Bearbeitung der Anträge auf Ihr Konto ausgezahlt. Hierfür muss die entsprechende
Rechnung eingereicht werden, die einen Nachweis über die Einrichtung einer Solaranlage erbringt.
Um sich einen Überblick
über die Fördergelder zu schaffen gibt es im Internet zahlreiche Fördergeldrechner, die dem interessierten Nutzer
helfen eine Entscheidung zu treffen. Die Anschaffung einer Solaranlage ist zwar ein wertvoller Beitrag zum aktiven Umweltschutz,
aber leider immer noch mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden. Und wie bei allem, bei dem Geld eine Rolle spielt ist eine
Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen immer angebracht. Bei Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) kann man mit einer
Förderung in Höhe von € 40.- je angefangenem qm errichteter Bruttokollektorfläche für Solarkollektoren
für die Warmwasserbereitung bis 40 m² installierter Bruttokollektorfläche rechnen. Der Mindestfördersatz
hierfür liegt zurzeit bei € 275.-. Der Höchstbetrag einer Förderung beim BAFA beträgt € 25.000.-.
Die Förderung erfolgt durch Zuschüsse die nicht zurückgezahlt werden müssen.
Antragsberechtigt sind
Privatpersonen, kleine und mittlere private gewerbliche Unternehmen (nach Definition der EU), die Eigentümer, Pächter
oder Mieter der Gebäude sind, auf denen die Anlagen errichtet werden sollen oder Energiedienstleister für die Anlagen,
die beim Antragsteller errichtet werden sollen, sind. Nicht förderberechtigt nach den Kriterien der BAFA sind Gebietskörperschaften
sowie juristische Personen des privaten Rechts, die sich überwiegend im Eigentum von Gebietskörperschaften befinden;
Kirchengemeinden und Stiftungen des öffentlichen Rechts.
Gefördert werden die Kosten für Planung, Erwerb und Bau
einer solchen Anlage. Interessenten müssen sich jedoch beeilen. Jedes Jahr ist die Fördergeldmenge bei der BAFA und der
KfW begrenzt. Deshalb wird nur solange Fördergeld ausgezahlt, bis das Budget ausgelastet ist. Antragsteller, die aus diesem
Grund abgelehnt wurden, können im darauf folgenden Jahr jedoch einen erneuten Antrag stellen. Auf www.baulinks.de könne
Sie ersehen wie viele Fördergelder Ihre Gemeinde, Stadt oder Landkreis in diesem Jahr bereithält. Über 4700
Fördergeldstellen sind hier gelistet. Eine doppelte Förderung ist ausgeschlossen. Das heißt, dass Sie nur bei
jeweils einer Institution Fördergeld beantragen dürfen. Beachten Sie unbedingt, dass gebrauchte Solaranlagen nicht
gefördert werden. Die Kredite der KfW sind immer langfristig angesetzt. Ein weiterer Vorteil sind die zinsfreien Anlaufjahre
für einen solchen Kredit. Die Förderung der KfW geht bis zu 100% der Anlage höchstens jedoch bis zu einem
Gesamtbetrag von € 50.000.-. Diese Kredite können bequem über die Hausbank abgewickelt werden.
In der Solartechnik und deren Amortisation wird zwischen der wirtschaftlichen und der energetischen Amortisation unterschieden.
Die wirtschaftliche Amortisation einer Solar-Anlage zur Brauchwassererwärmung dürfte innerhalb von 1,5 bis 2,5 Jahren
erfolgt sein. Bei Solaranlagen zur Stromerzeugung beträgt dieser Zeitraum 4-8 Jahre. Sicher ist, dass eine Solaranlage
immer ein Beitrag zum aktiven Umweltschutz ist und den allgemeinen CO2 Ausstoß vermindert. Nicht nur der Umweltaspekt ist
zu beachten, auch die oben erwähnte Amortisation gilt es in die Berechnung mit einzubeziehen. Wenn schon nach 4-8 Jahren
eine komplette Rückzahlung der Investitionen erfolgt ist, verdienen Sie ab diesem Zeitpunkt bares Geld mit Ihrer Anlage.
Durch die zinsgünstigen Darlehen haben Sie wenig Belastung und können entspannt Ihre Anlage genießen. Anbieter
von Solartechnik gibt es mittlerweile an jeder Ecke. Sie sollten sich vor dem Kauf unbedingt beraten lassen. Auch sollten Sie
zunächst mit Ihrer Hausbank sprechen, ob Sie überhaupt Fördergelder erhalten können und in welcher Höhe
Ihnen diese gewährt werden. Lassen Sie sich Zeit für das Beratungsgespräch und wägen Sie alle Optionen genau
mit Ihrem Berater ab. Die Fördergelder sind gut angelegt und erfreuen sich durch das gesteigerte öffentliche Interesse
an aktivem Umweltschutz wachsender Beliebtheit. Gerade bei Neubauten ist der Bau einer Solaranlage sehr sinnvoll.
Ein weiterer Vorteil dabei ist, wenn man schon mitten drin ist in der Finanzierung seines Eigenheimes, hat man schon so einiges an Erfahrung
mit den verschiedenen Ämtern und Beratern gesammelt. Dies erleichtert den Umgang mit den Anträgen und Behörden,
die für das Fördergeld benötigt werden, ungemein. Ein Haus zu bauen ist in der Regel eine einmalige Sache im Leben
eines Menschen. Dieser Schritt ist meist wohl überlegt. Deshalb sollten Sie auch über den Einbau einer Solaranlage
ernsthaft nachdenken. Meist in Kombination mit einem Energiesparhaus werden Solaranlagen immer wichtiger für den Energiemarkt.
Und wenn es sogar Fördergelder für solche Solaranlagen gibt, sollte man das auch ausnutzen.