Besonders in den letzten Jahren greifen immer mehr Menschen auf den immer größer werdenden Trend der Solarenergie zurück. Oft wird die Energiegewinnung über die Sonne unterschätzt, denn durch das System der Solartechnik lassen sich im Jahr viele Kosten sparen.
Doch wie funktioniert eine solche Solaranlage überhaupt und wie erreiche ich einen optimalen Ertrag durch den natürlichen Energielieferanten?
Die Natur hat es uns über Jahre hinweg vorgemacht, und zwar in Form der so genannten Fotosynthese, bei der Pflanzen das auf sie einstrahlende Sonnenlicht in Energie umwandeln, welche sie zum Überleben benötigen. Ähnlich funktioniert das System der Solartechnik: Mit Hilfe der so genannten Fotovoltaik kommt es zur Umwandlung von Sonnenstrahlen in elektrische Energie. Dieses intelligente System der Energiegewinnung wird vor allem auf Hausdächern aber zum Beispiel auch zum Betrieb von Parkuhren genutzt. Die am weitesten verbreitete Methode ist aber natürlich die Nutzung von Sonnenkollektoren auf dem Hausdach.
Selbstverständlich hängt der Gewinn der Energie von verschiedenen Indikatoren ab, er wird deshalb auch als unsteter Gewinn bezeichnet, da er sowohl von Tag und Nacht, als auch vom Grad der Bewölkung oder diverser Schwebeteilchen in der Luft abhängt. Um einen plötzlichen Energieverlust zu vermeiden bietet sich ebenfalls die Möglichkeit der Energiespeicherung. Bei dieser Methode kann der Nutzer vor allem im Winter auf die gespeicherte Energie zugreifen; hierzu werden so genannte Solarbatterien benötigt.
Die Nutzung der Solarenergie bietet allerhand Vorteile. Im Gegensatz zu anderen Energielieferanten, wie zum Beispiel Öl oder Gas, ist die Energie der Sonne unbegrenzt verfügbar und hat somit Zukunft. Auch im Punkt der Umweltverschmutzung stellt die Sonnenergie einen erheblichen Vorteil dar, da die Gewinnung der Energie für die Umwelt vollkommen unschädlich ist. Wie zu Beginn angesprochen ist das Nutzen von Sonnenenergie auch um einiges günstiger als der Konsum von Öl oder Gas. Oftmals kommt es in der Rohstoff-Industrie zu so genannten Kartellen, bei denen sich viele Gas- oder auch Ölunternehmen zusammen tun, um den Preis für das Gut in die Höhe zu treiben. Diese Gefahr droht dem Nutzer von Solarenergie nicht.
Momentan wird in der BRD lediglich 0,25% des gesamten Stromverbrauchs von Sonnenkollektoren gewonnen; zum Vergleich: 7,5% des gesamten Stromverbrauchs wird durch die Windenergie erzeugt.
Doch wie muss ich eine solche Solaranlage bzw. Sonnenkollektoren platzieren, um möglichst viel Energie zu gewinnen? Um vorab eine kurze und knappe Antwort zu liefern: Immer nach Süden!
Als Hauptindikator für den bestmöglichen Gewinn der Sonnenenergie gilt natürlich die Richtung der Sonneneinstrahlung auf die Erde. Abhängig ist der Energiegewinn aber auch vom Winkel, in dem die Kollektoren auf dem Dach angebracht sind. Der optimale Neigungswinkel für die Kollektoren beträgt in diesem Fall 30° - 45° abweichend von der Horizontalen. Sollten die Kollektoren nach Südwest bzw. Südost um 5° abweichen (sprich: ein Winkel von 50°) führt dies kaum zu Ertragseinbußen. Sollte der Nutzer die Möglichkeit haben sich zwischen einer Südost- und einer Südwest-Ausrichtung entscheiden zu können, so sollte er sich in jedem Fall für die Ausrichtung nach Südwest entscheiden, da durch eine oftmals höhere Temperatur der Luft und Auflösung eines theoretischen Frühnebels am Nachmittag höhere Erträge zu erwarten sein werden.
Sollte der Nutzer nicht die Möglichkeit haben, seine Kollektoren dieser optimalen Ausrichtung anzupassen, kann dieses Manko oft, zumindest bis zu einem gewissen Grad, durch eine Vergrößerung der Kollektorfläche wettgemacht werden.
Der Nutzer sollte vor allem darauf achten, dass seine Kollektoren in der Sommerzeit bis zu sechs Stunden unter voller Sonneneinstrahlung stehen können und nicht zum Beispiel durch ein Nachbarhaus verdeckt werden. Im Winter ist dies natürlich ein ehr kleineres Problem, da der Ertrag in der kalten Jahreszeit so oder so nicht sonderlich hoch ist.
Den höchsten Ertrag erhält der Verbraucher, wenn die Sonnenstrahlen im rechten Winkel auf die Solaranlage treffen. Die optimale Neigung ist somit von Jahreszeit zu Jahreszeit verschieden, da die Sonne im Sommer bekanntlich höher steht als im Winter.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Nutzung von Sonnenkollektoren grade in Sachen Finanzen und Umwelt einen absoluten Vorteil darstellt. Das Portemonai des Verbrauchers braucht sich nicht mehr mit den häufig auftretenden Kartellen der Öl- und Gasunternehmen beschäftigen und auch die Umwelt wird unter den Kollektoren nicht leiden.