Die Nutzung alternativer und günstiger Energien nimmt immer mehr an Bedeutung zu und so ist auch das Thema Solarenergie mittlerweile eine Sache, die sich jeder Hausbesitzer einmal durch den Kopf gehen lassen sollte. Es gibt diverse Möglichkeiten, die Energie der Sonne zu nutzen und damit die Energiekosten zu senken. Zunächst aber muss man sich über die einzelnen Systeme informieren und dabei auch beachten, nach welchem Zeitraum sich die gesamte Anlage als rentabel gestaltet.
Abgeschaut in der Natur:
Die Nutzung der Solarenergie ist wieder einmal ein Phänomen, dass die Menschen der Natur abgeschaut haben, denn Pflanzen nutzen die Energie aus dem Sonnenlicht schon immer im Form der Photosynthese. Der Mensch ist in der Lage durch Solarkollektoren ebenfalls diese Energie in elektrische Energie umzuwandeln und weiter zu nutzen.
Basiswissen:
Die Anlagen, die zur Nutzung der Sonnenenergie gebraucht werden nennen sich so genannte Fotovoltaikanlagen. Durch Solarzellen innerhalb solcher Anlagen wird die aufgefangene Energie umgewandelt und entweder direkt genutzt, oder aber in einem so genannten Akkumulator gespeichert. Es ist darüber hinaus möglich, die erzeugte Energie auch in das Energienetz einzuspeisen. Der erzeugte Leistung solcher Anlagen ist von den Wetterverhältnissen abhängig und nicht immer gleichstark. Hier in Deutschland ist der Wirkungsgerade, der bei normalen Solarmodulen im Bereich von 5 bis 20% liegt, im Sommer um bis zu 4-6 Mal höher, als es im Winter der Fall ist. Zusätzlich werden in der Regel großflächige Anlagen gebaut, um eine hohe Effizienz zu erwirtschaften.
Aufstellmöglichkeiten:
Die Aufstellmöglichkeiten müssen in der Regel so gewählt werden, dass einer direkten Sonneneinstrahlung nichts im Wege steht. In der Regel werden hierfür Hausdächer sowie zusätzlich auch Garagendächer zur Verfügung gestellt, die mit die beste Aufstellmöglichkeit bieten. Alternativen sind hierzu auch Firmendächer, die in der Regel über eine noch größere Fläche und damit über einen noch größeres Energieertragsvolumen verfügen. Die Anlagen werden auf den Dächern montiert und müssen in einem bestimmten Winkel zur Sonnenstrahlung ausgerichtet sein, so dass sie eine maximale Effektivität erreichen. Die höchste Auftreffquote der Photonen hat man bei einem senkrechten Einfallwinkel, wobei dieser immer individuell einstellbar ist, da die Erde ja in ständiger Bewegung ist und somit der Winkel gewählt werden sollte, unter dem die Solarzellen auf den Tag verteilt die meiste Sonne abbekommen. Es gibt bereits Modelle von Fotovoltaikanlagen, bei denen die Ausrichtung automatisch gesteuert wird und die Anlagen quasi der Sonne hinterherfahren um somit eine noch bessere Nutzung der Photonen erzeugen.
Je höher die Sonneneinstrahlung ist, desto besser ist eine Fläche für die Solarnutzung geeignet. Dies ist auch der Grund, warum vor allem südländische Staaten und Teile der USA noch stärker auf die zunehmende Solartechnik setzen.
Preisentwicklung:
Die Preisentwicklung ist leider nicht zu Gunsten der privaten Nutzer vorangeschritten, denn durch die zunehmendere Nachfrage nach solchen Anlage, sind die Preise teurer geworden, so dass die einzelnen Solarausstattungsfirmen mehr Profit machen würden. Dies ergab unter anderem ein Ergebnis der Stiftung Warentest. Als Beispiel zahlt man für eine Anlage, die laut Berechnungen im bayrischen Raum ca. 1000 Kilowattstunden an Leistung pro Jahr erwirtschaftet einen Preis von um die 5000 Euro inklusive Montage.
Aus dem Test geht hervor, dass sich solche Solaranlagen in der Regel besser für einen großflächigen Einsatz eignen, als für kleinere Flächen. Der Markt der Solarentwicklung boomt und positiv zusehen ist auf jeden Fall, dass die Preise innerhalb der nächsten Zeit auch fallen werden, da immer mehr Anbieter auf den Markt der Solaranlagen aufspringen.
Thermische Solaranlagen:
Eine andere Variante die Solarenergie zu nutzen ist eine so genannte thermische Anlage. Bei dieser Anlageform wird die Solarenergie nicht zu direkten Umwandlung in Strom genutzt, sondern zum erwärmen des Dusch und Badewassers im Haushalt. Der Kollektor auf dem Dach absorbiert die von der Sonne ausgestrahlte wärme und nutzt sie um Wasser zu erwärmen. Die meisten Anlagen dieser Art werden bei neuen Einfamilienhäusern genutzt. Der Bau solcher Anlagen wird vom Bund mit knapp über 50 Euro pro m² gefördert und eine solche Anlage ist in der Lage bis zu 60 % der Gesamtwarmwasserbedarfs zu decken. Die Kosten für eine Anlage bei einem normalen Einfamilienhaus mit einem 4 Personenhaushalt belaufen sich auf etwa 5000 Euro. Es handelt sich also um eine durchaus interessante Anlage, da die Wartungskosten äußerst gering sind. Bevor man sich zum Kauf entscheidet, sollte man sich aber von mehreren Firmen Angebote einholen und diese miteinander vergleichen.
Förderung:
Das Gesetz der erneuerbaren Energien kurz EEG besagt, dass Personen, die Anlagen in Betrieb nehmen um Strom zu erzeugen, der nicht auf Kosten der Umwelt produziert wird, sondern erneuerbare Energien nutzen, unterstützt werden. Als Beispiel wird hierbei eine Pauschale von 37 Cent pro erzeugte Kilowattstunde Strom über eine solche Fotovoltaikanlage genannt. Die Preise sind allerdings noch abhängig vom Standort und von der Art der Anlage.
Absolute Vorteile:
Die Solarenergie ist eine Energie, die ständig nutzbar ist. Die Effektivität unterscheidet sich zwar durch die verschiedenen Jahreszeiten, ist aber stets vorhanden. Zusätzlich ist es eine Schadstofffreie Variante, Energie zu erzeugen und das wird in der Zukunft immer wichtiger. Durch die zusätzliche Nutzung der Solarenergie werden neue Nutzer gefunden, die Energie in das Stormnetz einspeisen, so dass eine insgesamt bessere Energieversorgung nutzbar ist und der Umschwung auf die erneuerbaren Energien fortgesetzt wird.
Die Effektivität solcher Solaranlagen ist zwar noch in der Entwicklung, wobei zu beachten ist, dass der Markt immer größer wird und somit auch die Zahl der am Produkt forschenden Firmen. Dies führt zwangsweise dazu, dass die Preise sinken werden und die Nutzung noch stärker subventioniert wird. Auch ist zu erwarten, dass durch das allgemeine Interesse, die Qualität und damit auch die Effektivität der einzelnen Solarzellen steigen wird, was schon in der Vergangenheit dadurch bewiesen wird, dass mit 5% Effektivität angefangen wurde und heute schon Anlagen mit einer Effektivität von 20% gebaut werden können.
Fazit:
Der Markt für die Solartechnik kommt gerade erst so richtig in Schwung, aber Personen die auf Dächern größere Flächen zur Verfügung haben, sollten sich über die positive Alternative der Solarenergie informieren, denn die Nutzungsformen variieren ständig und es kommen immer weitere hinzu. Hinzu kommt, dass der Einbau und Betrieb laut EEG-Gesetz staatlich gefördert wird, wobei man sich im Vorfeld über die konkreten Fördergelder sicher informieren sollte.